Zum Tode von Richard Foreman

Im Jahr 1996 inszenierte C. M. Gosepath in Zusammenarbeit mit Daniel Ganz und Chris Salter „The Cure“ („Die Heilung“) von Richard Foreman im Auftrag der „Studiobühne an der FU“, Berlin. Die Aufführung fand in der Privatwohnung des Regisseurs statt. Während eines Aufenthaltes in New York war durch die Vermittlung von Robert Wilson ein persönlicher Kontakt entstanden, der zu der Arbeit inspiriert hatte. Richard Foreman war ein beeindruckender Künstler der New Yorker Avantgarde…

Eine Produktion der Studiobühne an der FU, Berlin

Richard Foreman: „Die Erfahrung, die ich herstellen möchte: der Genuss der vielfachen Spannungen in jedem einzelnen Moment des Stückes, die Wahrnehmung, wie dieser Moment vielfacher Spannung vom nächsten ursupiert wird, und dem nächsten und dem nächsten; ein Hin- und Her-Geworfensein durch die kinetischen Sensationen, die sich aus dieser raschen Abfolge der komponierten Momente ergeben.“ (zitiert nach Ekkehard Knörer, „Eine Einheit aus ständigen Brüchen“, Theater Heute, Jan. 2026)

„Zu den Eigenarten der Inszenierungen gehörte der wiederkehrende fixierende Blick auf einzelne Besucher im Publikum. Es waren nicht viele da, aber von den Wenigen gingen viele und kamen nie wieder.“ (Ekkehard Knörer, „Eine Einheit aus ständigen Brüchen“, Theater Heute, Jan. 2026). „Eine Erfahrung, die auch wir gemacht haben. Bei einer unserer Vorstellungen drehte sich im Publikum eine bekannte Schauspielerin aus dem Ensemble der Schaubühne peinlich berührt zur Wand…“ (aus einem Gespräch mit C. M. Gosepath).

Für weitere Informationen: https://writing.upenn.edu/pennsound/x/Foreman.php